Strategie-Meeting des Steirischen Seniorenbundes in Murau:
„Wider die Befindlichkeit“
„Meinung ohne Wissen“ ist die Geisel unserer Zeit. Diese Befindlichkeit drückt auf die Lebensqualität des Einzelnen. Als wirkungsvolle Waffe gegen diesen Zeitgeist sieht Meinungs- und Trendforscherin Claudia Brandstätter geballte Kompetenz und Wissen von 36.000 Mitglieder im Alter von 56+ im ÖVP-Seniorenbund. Brandstätter war ebenso wie Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom auf Einladung von Landesobmann Bundesrat Ernest Schwindsackl Gast bei der Strategieklausur unter dem Titel „Themen der Zukunft“ in Murau.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Kalcher im Rathaus gab es einige klare Botschaften von Manuela Khom an die anwesenden Vorstandsmitglieder des Steirischen Seniorenbundes, der stärksten Teilorganisation der ÖVP in der Steiermark. Sie sei von einem Tag auf den anderen „Landeshauptmann-Stellvertreterin“ gewesen und habe in kürzester Zeit eine Entscheidung treffen müssen.
Anti-Raunzerzone
Meinungsforscherin Claudia Brandstätter stärkte dem von Bundesrat Ernest Schwindsackl geführten Steirischen Seniorenbund mit Fakten und Trends den Rücken. 350.000 Steirerinnen und Steirer sind über 60 Jahre alt. Ihre Lebensqualität empfinden 70 Prozent dieser Altersgruppe als hoch, was Brandstätter umgehend als Anti-Raunzerzone deklarierte. Im täglichen Leben müsse man im Alter allerdings dagegen ankämpfen, nur das Negative zu sehen. „Alle warten auf den Trend, dabei liegt es an uns, den Trend zu bestimmen“, führte sie vor Augen. Nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema und lebhafter Diskussion kam sehr klar zu Tage, dass die 37.000 Mitglieder des Seniorenbundes über eine geballte Menge an Kompetenz und Lebenserfahrung und ungeheuer viel Kapazität an Empathie und sozialem Engagement verfügen und weitergeben können.
Ernest Schwindsackl betonte, dass das breite Angebot von Selbstverteidigung bis zu Ausflügen der eine Teil des Angebotes seien. „Geselligkeit und Zeitvertreib sind nur eine Stärke unserer Gemeinschaft. In Summe sind wir natürlich auch gesellschaftspolitisch ein Faktor“, so Schwindsackl. Sprachkurse, Vorträge zu Medizin und Gesundheit oder Weitergabe von Wissen zu Social Media oder Fachwissen aus dem jeweiligen Lebenswissen von Mitgliedern erfreuen sich großen Zuspruchs. Während man mit dem Namen „Seniorenbund“ noch etwas hadert – mangels besserer Alternativen bleibt es dabei – will man sich unter Ernest Schwindsackl verstärkt weltoffen, modern und empathisch positionieren. Zum Ziel gesetzt hat man sich mit dem Ansatz 55+, in fünf Jahren den Mitgliederstand auf 50.000 zu steigern. „Unser Angebot ist breit, attraktiv und zeitgemäß und unsere Kompetenz wird gebraucht“, so Schwindsackl aus voller Überzeugung.
Foto: STSB

