Hände weg von der 13. und 14. Pension

Der Steirische Seniorenbund zeigt „null Verständnis“ für Diskussionen darüber, künftig auch den 13. und 14. Pensionsbezug von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern für die Finanzierung der Pflegekosten heranzuziehen.

Landesobmann Bundesrat Ernest Schwindsackl: „Die 13. und 14. Pension sind für viele Heimbewohnerinnen und Heimbewohner das Letzte, was ihnen ein Stück Würde und Selbstbestimmung ermöglicht. Ich betrachte es daher als höchst bedenkliches Signal, wenn man sich ausgerechnet an den Schwächsten unserer Gesellschaft bedienen will. Es ist für mich unvorstellbar, dass betagte Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet, Kinder großgezogen und Beiträge geleistet haben, im hohen Alter zum Sparziel erklärt werden.“

Der Steirische Seniorenbund hält fest, dass Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen schon jetzt bis zu 80 Prozent ihrer Pension für Unterbringung und Pflegekosten abgeben müssen. „Wer zusätzlich die Sonderzahlungen angreift, nimmt den Betroffenen faktisch jede Möglichkeit für kleinere Anschaffungen und Leistungen, die in dieser so schwierigen Lebensphase noch etwas Lebensqualität und Freude bringen können“.

Der Landesobmann kritisiert die „unerträglichen Versuche, immer neue Belastungen für ältere Menschen zu erfinden“, heftig. „Die Grenzen des Zumutbaren sind längst überschritten!“ Schwindsackl abschließend: „Die Pflege unserer älteren Generation ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie darf nicht auf dem Rücken derer ausgetragen werden, die sich am wenigsten wehren können!“