Seniorenbund Seiersberg – Führung durch die Grazer Oper 25.03.2026

Führung durch das Grazer Opernhaus

Am 25. März 2026 konnten sich unsere Mitglieder des Seniorenbundes in großer Zahl bei einer Führung durch das Opernhaus Graz über dessen Entstehung, Einrichtungen und Abläufe ausführlich informieren.

Die Grazer Oper wurde von den beiden bedeutenden Wiener Architekten Fellner und Helmer entworfen, im Jahr 1899 in neobarockem Stil mit üppiger Fassade und Skulpturen in der erstaunlich kurzen Bauzeit von 17 Monaten errichtet. Der reichlich dekorierte hufeisenförmige Zuschauerraum, gehalten in Rot-Weiß-Gold, beidseitig mit drei übereinander liegenden Logenreihen (die vier vordersten sind Ehrenlogen) zusammen mit Balkon und Galerie bieten Platz für 1300 Besucher. Der Kronleuchter in der Mitte der Decke ist von repräsentativer Wirkung und kann herabgelassen werden. Die Deckengemälde zeigen Szenen von Wilhelm Tell, Lohengrin, Faust und Mephisto, etc. und Figuren wie Beethoven, Wagner, Schubert, Shakespeare etc.

Schon beim Bau wurde auf damals hochmoderne Bühnentechnik geachtet.    Die Drehbühne, bei der auch Vierteldrehung möglich ist, kann interessante Blickwinkel ermöglichen. Im Laufe der Jahre gab es noch mehrere Verbesserungen und Erneuerungen. Mit der Akustik gab es Probleme, so hat man nach genauen Vermessungen an der Decke Glasplatten montiert, welche die Sicht auf die Deckengemälde nicht beeinträchtigen, aber die Töne gut reflektieren. Der Orchesterraum ist auf drei Höhenniveaus einstellbar.

Bei einer Führung ist auch der Zutritt zum Backstagebereich möglich. So kamen wir auch in Untergeschoße und Kellerräume, wo man in mehreren Räumen eine äußerst umfangreiche Requisitensammlung jeglicher Art bewundern kann, wie z.B. künstliche Lebensmittel, mit Flüssigkeit gefüllt scheinende Gläser und Gebrauchsgegenstände verschiedenster Art.

Auch vom „Schnürboden“ in ziemliche Höhe hatten wir einen Blick auf die Bühne. Scheinwerfer können hier nach einem Plan je nach Aufführung fix eingestellt werden, oder sie werden nach Bedarf händisch bedient.

Das Kulissendepot ist über eine Brücke mit dem Bühnenbereich verbunden.     Es gibt auch ein externes Lager für Möbel (Tische, Stühle, Betten, Bänke) und für Kostüme.

Der Blick hinter die Kulissen war sehr interessant und vermittelt den Eindruck, dass sehr viele Menschen in verschiedensten Funktionen und Berufen zusammenwirken müssen, um beeindruckende Vorstellungen im Opernhaus den Besuchern bieten zu können.