Zeit für ein neues Bild von Oma und Opa

Zum Welttag der Großeltern am 26. Juli ruft Bundesrat Ernest Schwindsackl, Landesobmann des Steirischen Seniorenbundes, dazu auf, das Bild von Oma und Opa den gesellschaftlichen Realitäten anzupassen. Wie er betont, haben die traditionellen Klischees mit der Lebenswirklichkeit der meisten Großeltern längst nur noch wenig gemeinsam.

 

Wie der Landesobmann die modernen Omas und Opas sieht: „Sie sind aktiv, mobil und neugierig. Viele treiben Sport, reisen, engagieren sich ehrenamtlich, kleiden sich modisch und bewegen sich selbstverständlich in der digitalen Welt. Gleichzeitig übernehmen sie eine unverzichtbare Rolle innerhalb der Familien. Als verlässliche Betreuer der Enkelkinder, emotionale Stützen in schwierigen Lebenssituationen und Vermittler zwischen den Generationen leisten sie Tag für Tag einen Beitrag, der kaum hoch genug eingeschätzt werden kann.“

 

Im Seniorenbund weist man darauf hin, dass auch die Wissenschaft diesen Wandel bestätigt. Soziologische Untersuchungen zeigen, dass sich die Rolle der Großeltern stark verändert hat: Weg von der klassischen Respektsperson hin zu einem gefragten Freizeitpartner, Ratgeber und wichtigen Bezugsmenschen für alle in der Familie. Gleichzeitig holen auch die Großväter auf. Sie verbringen heute deutlich mehr Zeit mit ihren Enkeln und übernehmen wesentlich häufiger Betreuungsaufgaben als frühere Generationen – auch wenn Großmütter nach wie vor den größten Teil dieser Familienarbeit leisten.

 

Durch die gestiegene Lebenserwartung erleben zudem immer mehr Familien, wie man sagt,  gleich drei oder sogar vier Generationen gleichzeitig. Neben Großeltern bringen sich vielerorts bereits Urgroßeltern aktiv in das Familienleben ein. Sie übernehmen Nachmittags- und Ferienbetreuung, Fahrdienste, helfen bei Krankheit oder springen spontan ein, wenn Eltern Unterstützung benötigen. Ohne dieses meist großartige Engagement würde der Alltag vieler Familien kaum funktionieren.

 

„Wir müssen endlich aufhören, Großeltern durch die Brille alter Klischees zu betrachten. Oma und Opa von heute sind keine Menschen, die sich aufs Altenteil zurückgezogen haben. Sie sind aktiv, kompetent, leben mitten in der Gesellschaft und halten mit ihrem Engagement unzähligen Familien den Rücken frei. Wer über den Wert von Familie spricht, muss deshalb auch über den unschätzbaren Beitrag der Großeltern sprechen.

 

Sie verdienen nicht nostalgische Verklärung, sondern Respekt, Anerkennung und ein modernes Bild ihrer Lebensrealität“, betont Landesobmann Ernest Schwindsackl. Nachsatz: „Großeltern sind keine Generation von gestern, sondern eine tragende Säule des Österreich von heute.“