Bargeld bleibt

Eine langjährige Forderung wird Realität: Das EU-Parlament will das Recht auf Barzahlung gesetzlich verankern. Für den Steirischen Seniorenbund und seinen Landesobmann BR Ernest Schwindsackl ist das ein historischer Meilenstein.

Das EU-Parlament hat einen wichtigen Beschluss gefasst: Das Recht auf Bezahlen mit Bargeld soll künftig rechtlich abgesichert werden. Der geplante digitale Euro wird Bargeld ergänzen – aber niemals ersetzen. Das stellt die EU unmissverständlich klar.

In den kommenden Wochen beginnen die Verhandlungen zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und dem Rat der EU. Für Österreich sitzt Finanzminister Gunter Mayr am Verhandlungstisch. Bis Ende 2026 soll die Verordnung beschlossen sein.

Bargeld-Verweigerer bekommen klare Grenzen

Die neue Regelung schiebt dem zunehmenden „No Cash“-Trend in Handel und Gastronomie einen Riegel vor. Ebenso wichtig: Der Zugang zu Bargeld muss flächendeckend sichergestellt bleiben – eine indirekte Garantie für den Erhalt von Bankomaten, besonders im ländlichen Raum.

Aus Sicht des Steirischen Seniorenbundes ist das ein großer Erfolg. Denn Bargeld bedeutet für viele ältere Menschen weit mehr als nur ein Zahlungsmittel: Es steht für Selbstbestimmung, Privatsphäre und barrierefreies Bezahlen ohne Smartphone. Auch bei Stromausfällen oder Cyberangriffen bleibt Bargeld funktionsfähig.

Wirtschaftsfaktor Senioren

Die Zahlen sprechen für sich: Ältere Menschen geben jährlich rund 60 Milliarden Euro aus, das entspricht einem Viertel des gesamten privaten Konsums in Österreich. Dieses Geld fließt vor allem in regionale Betriebe und sichert Arbeitsplätze in den Gemeinden.