Drei Bezirke unter einer neuen Führung

Mit viel Engagement leiten drei neue Bezirksobleute die Geschicke der Bezirksorganisationen in Deutschlandsberg, Mürzzuschlag und Graz-Umgebung. Wer sie sind und was sie vorhaben, erzählen sie selbst.

Graz-Umgebung: GR Dr. Liselotte Palz

OB Rudolf Neuwirth, Dr. Liselotte Palz und LO Ernest Schwindsackl

Am 8. November 2024 wurde ich bei der Bezirkskonferenz Graz-Umgebung zur geschäftsführenden Bezirksobfrau gewählt. Dem vorausgegangen waren Gespräche mit Landesobmann BR Ernest Schwindsackl. Angesichts meiner Funktionen im Gemeinderat/ Vorstand und als Obfrau der OG Stattegg war es mir ein Anliegen vor der Zusage meine zeitlichen Ressourcen auszuloten. Dank der Bereitschaft meines Mannes mich zu unterstützen, übernahm ich die Funktion gerne. Damals noch nicht ahnend, was auf mich zukommen sollte.

Heute, acht Monate und eine Wahl zur Bezirksobfau später, weiß ich: Die Entscheidung war goldrichtig. Jede Ortsgruppe empfing mich mit offenen Armen. Gute Stimmung und Herzlichkeit erwarten mich bei jedem Besuch. Das gibt Kraft für die Seniorenbund-Arbeit und beflügelt mein Leben.

Zum besseren Kennenlernen startete ich im Jänner eine Bezirksklausur mit den Obfrauen/-
männern. Betreut wurden wir von Unternehmensberater Wolfgang Wieser, den ich aus meiner Gemeindetätigkeit kenne und schätze. Das Engagement der Teilnehmenden ermöglichte es uns für die nächsten Jahre ein dynamisches,
zukunftsorientiertes Programm mit dem Ziel der Mitgliedergewinnung zu erarbeiten.

Die Schwerpunkte liegen in der Unterstützung mitgliederschwächerer Ortsgruppen, im Aufbau positiver Bilder des Alterns und in der Schaffung von zielgruppenspezifischen Angeboten für Mitglieder ab 60plus und ab 75.

Mein persönliches Ziel ist die Gründung neuer Ortsgruppen, um die Marke „Seniorenbund“ in Graz-Umgebung noch flächendeckender bekannt zu machen. Erste Gespräche mit Bürgermeistern laufen bereits.

 

Mürzzuschlag: ÖkR Bezirksobmann Georg Piller

Georg Piller will mit einem starken Team einiges bewegen.

Mein bisheriges Leben kann ich in drei Phasen einteilen.

Erstens: Die Kindheit war noch geprägt von der Nachkriegszeit, allerdings auch von der steten Aufwärtsentwicklung in vielen Bereichen. Beispiele sind das erste Auto meiner Eltern, der erste Fernseher, der erste Kinobesuch oder das erste Stück durchsichtiges Plastik. Nach der Hauptschule besuchte ich die landwirtschaftliche Handelsschule und legte später die Meisterprüfung ab. Ich wurde auch Jäger und Sportler. Fußball, Tennis und Schifahren begleiteten mich mein ganzes Leben.

Zweitens: Ich wurde Bauer. Ein Beruf, der mich begeisterte und voll erfüllte. Als Rinderzüchter konnte ich viele neue Ideen umsetzen und das Züchten war für mich immer die Suche nach etwas Besonderem. Bei großen Ausstellungen gewann ich viele Preise nd Auszeichnungen. In diese Zeit fällt auch meine Hochzeit mit meiner Frau Veronika und die Geburt meiner zwei Söhne. Zudem wurde ich gebeten, verschiedene Funktionen auszuüben. Als Obmann des Landeskontrollverbandes hatte ich die Möglichkeit, mit rund 100 Mitarbeitern eine Erfolgsgeschichte zu schreiben. Erwähnenswert ist auch meine Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der ZuchtDATA GmbH in Wien, einer weit über Österreich hinaus bekannten Firma in der EDV und Entwicklungsbranche.

Drittens: Es kam der Zeitpunkt der Pension. Aufhören, zur Ruhe setzen, “The End off History“, sind für mich keine Option. So begann mein neuer, letzter Lebensabschnitt zum einen am Balaton in Ungarn und beim Steirischen Seniorenbund. Ich bin überzeugt, auch hier mit einem starken Team einiges zu bewegen.

 

Lotte Reinisch engagiert sich für mehr Teilhabe von Senioren.

Deutschlandsberg: Gf Bezirksobfrau Chlotilde Reinisch

Ich heiße zwar Chlotilde, aber alle nennen mich „Lotte“. Geboren 1950 in Eibiswald als zweites von sieben Kindern, lebe ich mit meinem Mann Herbert in Aibl. Seit 2008 genieße ich meine Pension. Ursprünglich Damenkleidermacherin, wechselte ich nach der Erziehungszeit meiner drei Kinder Alexandra, Roland, Markus in den Pflegedienst und bildete mich stetig weiter. Ich war Pflegehelferin, Senioren-Animateurin und kurzzeitig auch Heimleiterin im Seniorenpflegeheim Bad Gleichenberg.
Senioren lagen mir schon immer am Herzen. Meine Naturverbundenheit spiegelt sich in Hobbys wie Fernreisen und Gartenpflege wider. Ich bin Mitglied bei der Berg- und Naturwacht, dem Vogelverein, der Katholischen Frauenbewegung, dem Österreichischen Kamerradschaftsbund und dem EVI Verein Eibiswald. Mein Zuhause und meine Familie sind meine Kraftquelle; mein Mann unterstützt mich bei meinen Vereinstätigkeiten.

Als Seniorenbundobfrau in Eibiswald formte ich den Seniorenbund gemeinsam mit meinem Team zu einer attraktiven Freizeitgestaltung für Senioren. Aktivitäten wie Ausflüge, Kegeln, Singen, Tanzen, Feiern, Wandern, Kartenspielen halten uns Senioren jung.
Meine Motivation als nachfolgende Bezirksobfrau unserer überraschend verstorbenen Mag. Aloisia Zettl, ist das Miteinander.
Ich wünsche mir stärkere Unterstützung für Vereine, die sinnvolle Freizeit und ehrenamtliches Engagement bieten. Angesichts der steigenden Lebenserwartung sehe ich die Notwendigkeit von Maßnahmen, die den Lebensabend der älteren Generation verbessern
und ihre gesellschaftliche Teilhabe fördern. Es ist entscheidend, Senioren in Entscheidungsprozesse einzubeziehen und Altersdiskriminierung zu bekämpfen. Mit Freude und Engagement blicke ich meinen zukünftigen Aufgaben entgegen.